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SEO und KI

Sichtbarkeit in KI-Suchen: Was bei GEO wirklich zählt

Was Unternehmen für Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten brauchen und was Geldverschwendung ist. GEO-Checkliste nach Google-Leitfaden.

Autor
Mücahit Arslan · Mitgründer
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
11 Min. Lesezeit
Ein Smartphone in der Hand über einem Cafétisch zeigt einen KI-Chat; in der Antwort sticht eine einzelne Quellenkarte hervor.
Inhalt
  1. Was ist GEO und worin unterscheidet es sich von SEO?
  2. Woher beziehen ChatGPT, Google und Perplexity ihre Informationen?
  3. Können KI-Crawler Ihre Website überhaupt lesen?
  4. Welche Inhalte zitieren KI-Systeme?
  5. Was zählt außerhalb Ihrer Website?
  6. Welche GEO-Maßnahmen sind Geldverschwendung?
  7. Wie misst man KI-Sichtbarkeit?
  8. Welche Fragen sollten Sie einer GEO-Agentur stellen?
  9. Was haben wir auf unserer eigenen Website umgesetzt?

Für Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Übersichten brauchen Sie kein geheimes neues Verfahren. Google sagt es in seinem Leitfaden vom Juli 2026 selbst: Die Optimierung für die KI-Suche ist weiterhin SEO. Entscheidend sind drei Dinge. Die Crawler dieser Systeme müssen Ihre Website lesen können, und sie muss indexiert sein. Ihre Inhalte müssen echte Fragen klar beantworten, mit Wissen, das nur Sie haben. Und die Angaben zu Ihrem Unternehmen müssen überall übereinstimmen. Eine llms.txt, spezielles Markup oder eigens für KI umgeschriebene Texte gehören nicht dazu.

Was ist GEO und worin unterscheidet es sich von SEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization: Inhalte so aufbereiten, dass generative KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und Googles KI-Übersichten sie als Quelle nutzen. Daneben kursieren AEO (Answer Engine Optimization), LLMO und KI-SEO. Gemeint ist in der Praxis dasselbe: in der Antwort vorkommen, nicht nur in der Trefferliste.

Der Unterschied zur klassischen Suche liegt im Verhalten der Nutzer. In der Trefferliste klicken sie auf ein Ergebnis. In einer KI-Antwort lesen sie oft direkt die Antwort; ein Klick auf eine der genannten Quellen ist möglich, aber nicht die Regel. Das Ziel hat deshalb zwei Teile: dass Ihr Name in der Antwort fällt und dass Ihre Seite als Quelle verlinkt wird.

Klassische SEOGEO
ZielGute Position in der TrefferlisteQuelle oder genannte Marke in der KI-Antwort
Was Nutzer sehenListe von LinksFertige Antwort mit wenigen Quellen
ErfolgsmaßRanking, KlicksEinblendungen, Zitate, Nennungen, Anfragen
FundamentIndexierung, Inhalte, TechnikDasselbe Fundament

Der Unterschied wird oft größer dargestellt, als er ist. Googles Leitfaden sagt wörtlich, dass die Optimierung für die generative KI-Suche aus Sicht der Google-Suche eine Optimierung für das Sucherlebnis ist und damit weiterhin SEO. Um in Googles KI-Übersichten als Quelle zu erscheinen, gibt es auch keine Zusatzanforderung: Die Seite muss indexiert sein und mit Snippet in der Suche erscheinen dürfen. Wer das Fundament nicht hat, gewinnt mit GEO nichts. Wer es hat, verschiebt den Schwerpunkt: eigenes Wissen, klare Antworten, einheitliche Unternehmensdaten und neue Messwerkzeuge.

Woher beziehen ChatGPT, Google und Perplexity ihre Informationen?

Jeder KI-Assistent liest das Netz auf seinem eigenen Weg. Ist Ihre Website für diesen Weg gesperrt, kommen Sie in der Antwort nicht vor, egal wie gut Ihre Inhalte sind. Die erste Frage lautet deshalb nicht „Was schreiben wir?“, sondern „Können diese Systeme uns überhaupt sehen?“

SystemInformationsquelleWas Sie brauchen
Googles KI-Übersichten und KI-ModusGoogle-SuchindexIndexierte Seite, Snippet erlaubt
ChatGPT-SucheCrawler OAI-SearchBot und Suchanbieter von Drittfirmen, darunter BingOAI-SearchBot zulassen, bei Bing indexiert sein
PerplexityCrawler PerplexityBotPerplexityBot zulassen
Microsoft CopilotBingBei Bing indexiert sein, Bing Webmaster Tools einrichten

KI-Assistenten antworten auf zwei Arten. Die erste ist das Wissen aus dem Training des Modells: Es ist älter und lässt sich nicht direkt beeinflussen. Die zweite ist eine Websuche im Moment der Frage; hier kann Ihre Website auftauchen. OpenAI trennt beides mit zwei Crawlern. GPTBot sammelt Inhalte für das Training, OAI-SearchBot versorgt die ChatGPT-Suche. Laut OpenAI werden Websites, die OAI-SearchBot aussperren, in den Suchantworten von ChatGPT nicht angezeigt.

Können KI-Crawler Ihre Website überhaupt lesen?

Nicht unbedingt, und viele Unternehmen wissen es nicht. Seit dem 1. Juli 2025 blockiert Cloudflare KI-Crawler für neu eingerichtete Domains standardmäßig; wer eine Domain anlegt, wird gefragt, ob KI-Crawler zugelassen werden sollen. Schon seit 2024 konnten Cloudflare-Kunden alle KI-Bots mit einem Klick sperren, und über eine Million haben das bis Juli 2025 getan. Eine Website hinter Cloudflare oder einem anderen CDN mit Bot-Schutz kann deshalb aus der ChatGPT-Suche verschwunden sein, ohne dass jemand eine Entscheidung dazu bewusst getroffen hat.

Darum lohnt sich eine Unterscheidung, bevor Sie irgendetwas sperren oder freigeben:

  • Such-Crawler freigeben. Googlebot, Bingbot, OAI-SearchBot und PerplexityBot liefern die Quellen für Antworten. Sie sollten weder in der robots.txt noch in Firewall, CDN oder Bot-Schutz des Hosters blockiert sein. Perplexity empfiehlt zusätzlich, die veröffentlichten IP-Bereiche des Crawlers zuzulassen.
  • Über Trainings-Crawler bewusst entscheiden. GPTBot und vergleichbare Crawler sammeln Inhalte für das Training von Modellen. Sie zu sperren ist eine legitime geschäftliche Entscheidung und kostet laut OpenAI keine Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche.
  • In den Server-Logs prüfen. Ob ein Crawler tatsächlich durchkommt, zeigen nur die Zugriffsprotokolle. Eine freigegebene robots.txt hilft nichts, wenn die Firewall davor abblockt.

Dazu kommt die übliche technische Sorgfalt. Google Search Console und Bing Webmaster Tools sollten eingerichtet sein und Ihre wichtigen Seiten in beiden Indizes stehen. Einstellungen wie nosnippet oder max-snippet begrenzen auch, was Googles KI-Übersichten von Ihrer Seite verwenden dürfen; sie gehören nur dorthin, wo sie bewusst gesetzt wurden. Der Haupttext sollte im ursprünglich geladenen HTML stehen, denn nicht jeder Crawler führt JavaScript so zuverlässig aus wie Google. Und strukturierte Daten sind laut Google für die KI-Suche nicht erforderlich, aber sinnvoll, solange sie exakt das wiedergeben, was auch auf der Seite steht.

Welche Inhalte zitieren KI-Systeme?

Kurz gesagt: Inhalte, die eine konkrete Frage sofort beantworten und etwas enthalten, das es anderswo nicht gibt. Googles Leitfaden rät ausdrücklich davon ab, zu wiederholen, was andere bereits geschrieben haben oder was ein KI-Modell ohnehin selbst erzeugen könnte. Allgemeine Fragen beantwortet die KI ohne Sie. Ihre Seite braucht sie dort, wo Sie mehr wissen.

Die meistzitierte Untersuchung zum Thema ist die GEO-Studie, die 2024 auf der KDD-Konferenz veröffentlicht wurde. Die Forschenden testeten Änderungen an Inhalten in einer Versuchsumgebung. Drei Maßnahmen wirkten am stärksten: Quellen angeben, Zahlen und Statistiken ergänzen und glaubwürdige Zitate einbauen. Sie steigerten die Sichtbarkeit in KI-Antworten um bis zu 40 Prozent. Keyword-Stuffing brachte dagegen so gut wie nichts. Besonders interessant für kleinere Anbieter: Eine Seite auf Platz fünf der Suchergebnisse gewann durch Quellenangaben 115 Prozent Sichtbarkeit, die Seite auf Platz eins verlor 30 Prozent. Die Zahlen stammen aus einem Labor und lassen sich nicht eins zu eins übertragen. Die Richtung ist aber eindeutig: belegte, konkrete Inhalte setzen sich durch.

Für Ihr Unternehmen heißt das:

  • Die Frage des Kunden wird zur Überschrift. Nicht „Unsere Leistungen“, sondern „Wie lange dauert eine Dachsanierung?“. Die Antwort steht in den ersten beiden Sätzen darunter.
  • Eigene Erfahrung aufschreiben. Wie lange ein Projekt dauert, wovon der Preis abhängt, welcher Fehler am häufigsten passiert, welche Aufträge Sie ablehnen. Dieses Wissen haben nur Sie.
  • Zahlen statt Floskeln. Nicht „zeitnah“, sondern „in drei bis fünf Werktagen“. Konkretes wird zitiert, Vages überlesen.
  • Quellen nennen. Gesetz, Norm, offizielle Richtlinie. Ein belegter Satz schafft Vertrauen bei Lesern und bei Maschinen.
  • Autor und Stand zeigen. Name, Rolle und Datum der letzten Aktualisierung gehören sichtbar auf die Seite.
  • Vergleiche als Tabelle. Tabellen und nummerierte Listen sind für Menschen und Maschinen leicht zu erfassen.
  • Leistungsseiten mit demselben Blick lesen. „Qualität und Zuverlässigkeit“ ist für eine KI keine Information. Was Sie tun, für wen, wie und in welchem Zeitraum, muss klar dastehen.

Was zählt außerhalb Ihrer Website?

Eine KI lernt ein Unternehmen nicht nur über dessen eigene Website kennen. Sind die Angaben im Netz verstreut oder widersprüchlich, nennt der Assistent Sie gar nicht oder mit falschen Daten. Außerhalb der Website geht es darum, dass Ihr Unternehmen überall gleich beschrieben wird.

  • Das Impressum ist Ihre Referenz. Firmenname, Anschrift, E-Mail und Vertretungsberechtigte stehen dort ohnehin verbindlich. Dieselben Angaben gehören unverändert ins Google-Unternehmensprofil, auf LinkedIn, in Branchenverzeichnisse und in Ihre strukturierten Daten. Eine alte Adresse an einer Stelle ist einer der häufigsten Gründe für falsche KI-Antworten.
  • Echte Erwähnungen sammeln, keine gekauften. Kundenbewertungen, ein Interview in einem Fachmedium, ein Vortrag, die Referenzseite eines Partners sind wertvoll. Googles Leitfaden weist ausdrücklich darauf hin, dass künstlich beschaffte Erwähnungen weniger bringen, als man glaubt. Werbebeiträge in Foren und Kommentarspalten gehören dazu.
  • Produktdaten konsistent halten. Wenn der Preis auf Ihrer Website und der Preis im Google Merchant Center voneinander abweichen, werden Produkte abgelehnt, und die falsche Angabe landet womöglich auch in KI-Antworten.

Welche GEO-Maßnahmen sind Geldverschwendung?

Googles Leitfaden vom Juli 2026 enthält einen eigenen Abschnitt darüber, was Sie nicht tun müssen. Ein guter Teil dessen, was als GEO-Paket verkauft wird, steht genau dort. Derselbe Leitfaden empfiehlt, seriöser SEO-Arbeit Vorrang vor angeblichen „AEO/GEO-Hacks“ zu geben.

Verkaufte MaßnahmeWas Googles Leitfaden sagt
llms.txt einrichtenFür die Google-Suche sind keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder spezielles Markup nötig.
Inhalte in kleine Häppchen zerlegenEs gibt keine Notwendigkeit, Texte für die KI zu zerstückeln.
Texte „für die KI“ umschreibenSchreiben Sie natürlich; das System versteht Synonyme und Bedeutung.
Erwähnungen und Links einkaufenKünstlich beschaffte Erwähnungen bringen weniger, als es scheint.
Alles auf strukturierte Daten setzenFür die generative KI-Suche nicht erforderlich; nützlich für Rich Results.

Zwei weitere Warnsignale gehören auf die Liste. Das erste ist eine Platzierungsgarantie. In KI-Antworten gibt es keine feste Reihenfolge; die Antwort hängt von Person, Frage und Zeitpunkt ab. Wer „Platz eins in ChatGPT“ verspricht, verkauft etwas, das er nicht messen kann. Das zweite sind Zahlen ohne Quelle. Aussagen wie „Websites mit llms.txt bekommen deutlich mehr KI-Traffic“ tauchen in vielen Ratgebern auf, fast immer ohne nachprüfbare Messung. Eine Zahl ohne Quelle ist keine Begründung für ein Angebot.

Wie misst man KI-Sichtbarkeit?

Bis vor einem Jahr gab es dafür kaum offizielle Werkzeuge. Heute gibt es sie, und sie sind kostenlos. Google und Microsoft zeigen in ihren eigenen Konten, wie oft Ihre Website in KI-Antworten erscheint. Kostenpflichtige Tools können ergänzen, ersetzen diese Daten aber nicht.

  • Google Search Console. Besuche aus Googles KI-Übersichten und dem KI-Modus zählen im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit. Seit 2026 zeigt die Search Console die Sichtbarkeit in KI-Übersichten und KI-Modus zusätzlich in einem eigenen Bericht; seit August 2026 steht er allen Websites zur Verfügung.
  • Bing Webmaster Tools, AI Performance. Der Bericht startete im Februar 2026 und zeigt, wie oft Ihre Seiten in Microsoft Copilot und Bings KI-Zusammenfassungen als Quelle erscheinen, welche Seiten zitiert werden und mit welchen Suchbegriffen die KI nach Inhalten gesucht hat.
  • Google Analytics. Besuche von chatgpt.com oder perplexity.ai erscheinen als eigene verweisende Websites. Die Zahlen sind oft klein, doch diese Besucher stehen meist kurz vor einer Entscheidung.
  • Manueller Fragentest. Notieren Sie zehn bis zwanzig Fragen, die Ihre Kunden stellen würden. Stellen Sie sie einmal im Monat in ChatGPT, Gemini und Perplexity und halten Sie fest, ob Sie genannt werden und welche Quelle erscheint. Weil Antworten schwanken, zählt der Verlauf über Monate, nicht das einzelne Ergebnis.
  • Der eigentliche Maßstab: Anfragen. Fragen Sie im Kontaktformular oder im Erstgespräch, wie man auf Sie aufmerksam wurde. Die Antwort „Über ChatGPT“ sagt mehr als jeder Bericht.

Welche Fragen sollten Sie einer GEO-Agentur stellen?

Stellen Sie diese Fragen schriftlich, bevor Sie ein GEO-Angebot annehmen. Die Antworten zeigen, ob Sie echte Arbeit oder ein neues Etikett kaufen.

  1. Welche KI-Crawler sind in robots.txt, Firewall und CDN freigegeben, und wie haben Sie das geprüft?
  2. Ist unsere Website bei Bing indexiert, und sind die Bing Webmaster Tools eingerichtet?
  3. Zeigen Sie uns regelmäßig den KI-Bericht der Search Console und den AI-Performance-Bericht von Bing?
  4. Welche Fragen verfolgen wir, und nach welchen Kriterien haben Sie sie ausgewählt?
  5. Woher kommen unsere Erfahrung und unsere Zahlen in den Inhalten, die Sie schreiben?
  6. Wenn Sie eine llms.txt oder spezielles Markup empfehlen: Welche offizielle Quelle belegt, dass eine Plattform das nutzt?
  7. Garantieren Sie ein Ergebnis? Wenn ja, auf welcher Grundlage?
  8. Auf wessen Namen laufen Konten, Berichte und Inhalte, wenn die Zusammenarbeit endet?

Die letzte Frage wirkt klein, entscheidet aber viel. Laufen Search Console, Bing Webmaster Tools und Analytics auf Ihren Namen, bleiben Ihre Daten bei Ihnen, auch wenn Sie die Agentur wechseln.

Was haben wir auf unserer eigenen Website umgesetzt?

Auf makkdigital.com wenden wir dieselben Grundsätze auf uns selbst an. Stand 24. September 2026:

  • Autoren sind Personen. Jeder Blogartikel erscheint unter dem Namen der Person, die ihn geschrieben hat; auch in den strukturierten Daten ist der Autor eine Person, kein Unternehmen.
  • Antwort zuerst. Jeder Artikel beginnt mit einer kurzen Einleitung, die seine Frage direkt beantwortet. Automatische Tests prüfen vor der Veröffentlichung deren Länge; ein Artikel, der die Regel verletzt, geht nicht online.
  • FAQ aus einer Quelle. Die häufigen Fragen stehen sichtbar auf der Seite, und die strukturierten Daten werden aus derselben Quelle erzeugt. Sichtbarer Text und Markup können nicht auseinanderlaufen.
  • Markup gleich Bildschirm. In den strukturierten Daten unserer Leistungsseiten ist jede Leistungsbeschreibung wortgleich mit dem sichtbaren Text. Weicht sie ab, stoppt ein automatischer Test die Veröffentlichung.
  • Offen für Crawler. Unsere robots.txt sperrt keine KI-Crawler aus.
  • Jede Sprache mit eigener Recherche. Deutsche, türkische und englische Texte sind keine Übersetzungen; jeder Text richtet sich nach den Begriffen, die in seiner Sprache tatsächlich gesucht werden. Warum das wichtig ist, steht in unserem Ratgeber zur mehrsprachigen Website.

Manches haben wir bewusst nicht getan. Es gibt keine llms.txt. Wir haben Texte weder für die KI zerlegt noch eine eigene KI-Fassung geschrieben. Googles Leitfaden hält nichts davon für nötig, und für uns hätte es keinen messbaren Nutzen.

Offen gesagt: Die Website geht gerade erst online, messbare Ergebnisse haben wir noch nicht. Die Daten aus Search Console und Bing aus den ersten drei Monaten ergänzen wir in diesem Artikel, zusammen mit dem, was gewirkt hat und was nicht.

Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Unternehmen heute in KI-Antworten steht: Genau mit dieser Bestandsaufnahme beginnen wir im Bereich SEO und Google Ads. Bei welchen Fragen Sie genannt werden, bei welchen Ihr Wettbewerber, und was dazwischen fehlt.

Häufige Fragen

Bei Antworten, die eine Websuche nutzen, also ChatGPT-Suche, Perplexity und Googles KI-Übersichten, kann eine Seite erscheinen, sobald sie indexiert ist und die Frage gut beantwortet. Das dauert wie bei klassischer SEO einige Wochen bis Monate. Antworten aus dem Trainingswissen eines Modells ändern sich dagegen erst mit neuen Modellversionen und lassen sich nicht gezielt steuern. Seien Sie bei festen Zeitversprechen vorsichtig.

Für Google nicht. Google schreibt in seinem offiziellen Leitfaden ausdrücklich, dass für die KI-Suche keine llms.txt und keine anderen KI-Textdateien nötig sind. Die Datei schadet nicht und ist in wenigen Minuten angelegt. Wenn sie aber der Hauptposten eines GEO-Angebots ist, fließt das Budget besser in Inhalte und technische Korrekturen.

Die drei häufigsten Gründe: Ihre Website sperrt den Such-Crawler von OpenAI aus, oft unbemerkt über Firewall oder CDN, oder sie ist bei Bing nicht indexiert. Es gibt keine Seite, die die gestellte Frage klar beantwortet. Oder über Ihr Unternehmen gibt es im Netz zu wenige und widersprüchliche Informationen. Die ersten beiden Punkte lassen sich in wenigen Tagen prüfen.

Nein. Laut Google ist die Optimierung für die KI-Suche weiterhin SEO, und Googles KI-Übersichten greifen auf denselben Suchindex zu. Was sich ändert, ist der Maßstab: Neben dem Ranking zählt, ob Ihr Name in KI-Antworten als Quelle oder Empfehlung auftaucht. Ohne solides SEO-Fundament bleibt auch jede GEO-Maßnahme wirkungslos.

Unterscheiden Sie zwischen Training und Suche. Crawler wie GPTBot sammeln Inhalte für das Training von Modellen; sie zu sperren ist eine geschäftliche Entscheidung und kostet keine Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche. Such-Crawler wie OAI-SearchBot und PerplexityBot dagegen liefern die Quellen für Antworten. Wer sie sperrt, entscheidet sich dafür, dort nicht vorzukommen.

Ja, vor allem bei konkreten, eng gefassten Fragen. In der GEO-Studie, die 2024 auf der KDD-Konferenz erschien, steigerte eine Seite auf Platz fünf der Suchergebnisse ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten um 115 Prozent, nachdem Quellenangaben ergänzt wurden. Bei allgemeinen Fragen bleiben große Websites vorn; bei Fragen zu Ihrem Fachgebiet entscheidet Wissen, das nur Sie haben.

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