SEO und KI
Werden KI-Texte von Google abgestraft?
Werden KI-Texte von Google abgestraft? Was Google wirklich sagt, woran Sie einen Einbruch erkennen und was die Daten eines Onlineshops zeigen.
- Autor
- Mücahit Arslan · Mitgründer
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- 11 Min. Lesezeit

Inhalt
- Bestraft Google KI-Texte?
- Was ist Scaled Content Abuse?
- Was ist beim Spam-Update im September 2026 passiert?
- Was zeigen die Daten eines Onlineshops mit 900 Seiten?
- Warum verloren auch unveränderte Seiten?
- Woran erkennen Sie die Ursache eines Einbruchs?
- Bricht mit dem Traffic auch der Umsatz ein?
- Was hilft nach dem Einbruch und was schadet?
- Wie setzen Sie KI für Produktbeschreibungen sicher ein?
- Wie unterstützt Sie MAKK Digital dabei?
- Wo liegen die Grenzen dieser Auswertung?
Nein, Google straft KI-Texte nicht ab, nur weil eine KI sie geschrieben hat. Entscheidend ist, ob ein Text dem Leser etwas bietet. Riskant wird es, wenn Hunderte Produkt- und Kategorieseiten in kurzer Zeit nach derselben Vorlage neu geschrieben werden. Bringen solche Seiten Nutzern kaum etwas, nennt Google das „Scaled Content Abuse“ und behandelt es als Spam. Folgt darauf ein Einbruch, trifft er nicht unbedingt nur die geänderten Seiten. In einem Onlineshop, den wir im Oktober 2026 ausgewertet haben, verloren neu geschriebene und unveränderte Seiten gleichermaßen rund 60 Prozent ihres Google-Traffics.
Bestraft Google KI-Texte?
Nicht pauschal. Google hat im Februar 2023 klargestellt, dass der angemessene Einsatz von KI oder Automatisierung nicht gegen seine Richtlinien verstößt. Im selben Beitrag steht auch die Grenze: Wer Inhalte automatisiert erzeugt, vor allem um Rankings zu beeinflussen, verstößt gegen die Spamrichtlinien.
Am 1. Oktober 2026 hat Google seinen Leitfaden zu KI-generierten Inhalten aktualisiert. Demnach ist es unerlässlich, jeden KI-Text vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen. Die Prüfung gilt ausdrücklich auch für Seitentitel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte von Bildern. Wer Alt-Texte per KI in großer Zahl erzeugt, ist also ebenfalls gemeint. Produkttitel für das Merchant Center sollten Sie genauso prüfen.
Ein verbreitetes Missverständnis lautet: „Der Googlebot hat die KI-Texte erkannt.“ Der Googlebot ist der Crawler, der Seiten abruft und zu Google bringt. Über das Ranking entscheidet er nicht. Das tun Googles Ranking-Systeme und Spam-Erkennungssysteme wie SpamBrain.
Was ist Scaled Content Abuse?
So nennt Google es, wenn viele Seiten vor allem erstellt werden, um Rankings zu beeinflussen, und Nutzern kaum etwas bieten. Wie die Inhalte entstanden sind, spielt laut den Spamrichtlinien keine Rolle. Als erstes Beispiel nennt Google, mit generativer KI viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen.
Bei Produkttexten sieht das selten nach Spam aus. Jede einzelne Beschreibung liest sich ordentlich. Erst nebeneinander fällt die Vorlage auf: gleiche Länge, gleiche Zwischenüberschriften, gleich viele FAQ, am Ende derselbe Absatz über den Shop. Ein Teil der Sätze steht wortgleich auf Dutzenden Seiten.
Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten fragt genau danach: „Nutzt du umfangreiche Automatisierung, um Inhalte zu vielen Themen zu erstellen?“ Die Frage steht dort unter den Anzeichen für Inhalte, die für Suchmaschinen statt für Menschen geschrieben sind. Im Leitfaden zu den Ranking-Systemen schreibt Google außerdem, dass auch websiteweite Signale und Klassifikatoren in die Bewertung einfließen. Eine Vorlage, die sich durch den halben Shop zieht, kann deshalb den ganzen Shop belasten.
Was ist beim Spam-Update im September 2026 passiert?
Google hat das Spam-Update am 24. September 2026 gestartet. Der Rollout dauerte knapp 14 Tage und endete am 8. Oktober. Google beschreibt Spam-Updates als Verbesserungen an seinen automatischen Spam-Systemen und rät betroffenen Websites, ihre Inhalte mit den Spamrichtlinien abzugleichen. Welche Muster ein Update im Einzelnen erfasst, sagt Google nicht.
Im ausgewerteten Shop kam der erste Einbruch am 9. Oktober, einen Tag nach dem Ende des Rollouts. Ab dem 17. Oktober folgte ein zweiter. Für dieses Datum hat Google kein Update angekündigt.
Sind die Google-Zugriffe Ihres Shops zwischen Ende September und Mitte Oktober 2026 deutlich gesunken, prüfen Sie in der Search Console, ob der Knick zu diesen Tagen passt.
Was zeigen die Daten eines Onlineshops mit 900 Seiten?
Der Shop stammt aus der Türkei und hat rund 900 Seiten, die in Google erscheinen. Zwischen Juli und Oktober 2026 wurden Texte oder Titel von etwa 60 Prozent der Produkt- und Kategorieseiten neu geschrieben, KI-gestützt und nach einer gemeinsamen Vorlage. Die Vorlage gab jeder Seite dieselbe Länge, gleich viele Zwischenüberschriften, acht FAQ und einen Absatz über den Shop. Dazu kamen über 1.000 neue Produkttitel im Merchant Center, Alt-Texte in großer Zahl und Ratgeberartikel mit immer demselben Aufbau.
| Vorher (1.–8. Oktober) | Nachher (23.–25. Oktober) | |
|---|---|---|
| Google-Klicks pro Tag | 864 | 315 |
| Durchschnittliche Position | 5,7 | 7,3 |
| Wichtige Suchbegriffe | Seite 1 | meist Seite 2 |
Das sind rund 60 Prozent weniger Klicks. Im Oktober des Vorjahres gab es keinen solchen Einbruch, ein saisonaler Effekt scheidet damit aus. Technisch war alles in Ordnung. Alle 26 Seiten mit den größten Verlusten waren im Index, wurden vom Googlebot abgerufen und hatten ein korrektes Canonical-Tag. In der Search Console gab es keine manuelle Maßnahme. Die Seiten waren nicht verschwunden, sie standen nur weiter hinten.
Danach haben wir gezählt, wie oft sich Sätze in den Produkttexten wiederholen. Insgesamt standen 1.149 Sätze wortgleich auf drei oder mehr Produktseiten. Rund ein Drittel aller Wörter in den Produkttexten entfiel auf solche Wiederholungen. Ein Satz, sinngemäß „Ein schönes Geschenk für Ihre Liebsten“, stand auf 51 Seiten, ein Satz zu Sammelbestellungen für Firmen und Behörden auf 49. Keiner der beiden sagte etwas über das jeweilige Produkt.
Warum verloren auch unveränderte Seiten?
Das ist das wichtigste Ergebnis der Auswertung. Die 27 neu geschriebenen Kategorieseiten verloren 65 Prozent ihrer Klicks, die 59 unveränderten Kategorieseiten 60 Prozent. Praktisch kein Unterschied.
Seite für Seite zeigt sich dasselbe Bild. Von 271 Seiten, die in den ersten beiden Oktoberwochen mehr als 15 Impressionen am Tag hatten, behielt die Hälfte höchstens 29 Prozent ihrer Impressionen. Produktseiten, Kategorien, Ratgeber und Startseite verloren im gleichen Verhältnis.
Die Daten sprechen also dafür, dass Google nicht einzelne Seiten herabgestuft, sondern die Website als Ganzes schlechter bewertet hat. Das passt zu Googles Aussage über websiteweite Signale. Beweisen lässt es sich nicht, denn Google nennt keinem Betreiber den Grund für einen Einbruch. Nach den Daten ist es aber die stärkste Erklärung: Ein großer Teil des Shops wurde in kurzer Zeit nach derselben Vorlage umgeschrieben, und am Tag nach dem Spam-Update kam die Abwertung für die ganze Domain.
Für Shopbetreiber heißt das: Wer nur einen Teil der Seiten umschreibt, setzt im Zweifel trotzdem den ganzen Shop aufs Spiel.
Woran erkennen Sie die Ursache eines Einbruchs?
Am Muster in der Search Console, denn jede Ursache hinterlässt eine eigene Spur. Google empfiehlt in seinem Leitfaden zu Traffic-Rückgängen denselben Weg: die letzten 16 Monate ansehen, mit dem Vorjahreszeitraum vergleichen und prüfen, welche Seiten und welche Suchanfragen verloren haben.
| Ursache | So sieht es in der Search Console aus |
|---|---|
| Saison oder weniger Nachfrage | Die Position bleibt, es wird weniger gesucht. Im Vorjahr gab es denselben Rückgang. |
| KI-Übersichten von Google | Position und Impressionen bleiben, die Klickrate sinkt. |
| Technisches Problem | Seiten fallen aus dem Index, die URL-Prüfung meldet Fehler, der Einbruch beginnt mit dem Fehler. |
| Änderung an einzelnen Seiten | Nur die geänderten Seiten verlieren, der Rest bleibt stabil. |
| Websiteweite Neubewertung | Alle Seitentypen verlieren im gleichen Verhältnis, die Position sinkt, das Datum passt zu einem Update. |
Impressionen geben an, wie oft Ihre Seite in den Suchergebnissen angezeigt wurde. Die Position finden Sie in der Search Console als „Durchschnittliche Position“.
Der durchschnittlichen Position sollten Sie dabei nicht blind trauen. Bei einem Einbruch verschwindet Ihr Shop für manche Suchbegriffe ganz aus den Ergebnissen. Diese Begriffe fallen aus dem Durchschnitt heraus, und der Rest sieht besser aus, als er ist. Im ausgewerteten Shop gingen 38 Prozent des Impressionsverlusts auf Suchanfragen zurück, bei denen der Shop gar nicht mehr erschien.
Dafür müssen Sie die Werte für jede Seite und jeden Suchbegriff einzeln vergleichen. Bei mehreren Hundert Seiten dauert das von Hand Tage, und eine falsche Diagnose führt zu Eingriffen an den falschen Stellen. Diese Analyse übernehmen wir gern für Sie, mehr dazu am Ende des Artikels.
Bricht mit dem Traffic auch der Umsatz ein?
Nicht im gleichen Maß, zumindest nicht sofort. Im ausgewerteten Shop gingen die Besuche aus der organischen Suche gegenüber denselben Tagen im September um 53 Prozent zurück. Die Käufe aus der organischen Suche sanken im selben Zeitraum von 5,0 auf 4,3 pro Tag, also um rund 14 Prozent. Das sind Werte aus der ersten Woche. Für ein belastbares Ergebnis braucht es einen längeren Zeitraum.
Der Unterschied liegt in der Art des verlorenen Traffics. Am meisten verloren die Ratgeberartikel, also Seiten, die jemand liest, um sich zu informieren, und meist ohne Kauf wieder schließt. Bei diesen Suchanfragen standen danach Lexika und Foren, Seiten von Anwälten und Ärzten sowie Behördenseiten vorn. Google zieht bei solchen Fragen offenbar Fachquellen dem Blog eines Shops vor. Bei kaufnahen Suchbegriffen übernahmen große Marktplätze und Fachhändler die vorderen Plätze.
Ein Grund zur Entwarnung ist das nicht. Wenn Kategorieseiten auf Seite 2 rutschen, wächst der Umsatzverlust mit der Zeit. Und Ratgeberartikel sind oft der erste Kontakt eines späteren Kunden mit Ihrer Marke.
Was hilft nach dem Einbruch und was schadet?
Zuerst: nicht alles noch einmal umschreiben. Wenn eine Massenänderung das Problem war, macht eine zweite es wahrscheinlich schlimmer. Googles Empfehlung nach einem Spam-Update ist schlicht. Prüfen Sie die Spamrichtlinien und richten Sie die Website danach aus. Eine Erholung ist laut Google möglich, wenn die automatischen Systeme über Monate lernen, dass die Website die Richtlinien einhält.
Was schadet
- Alle Seiten neu schreiben.
- URLs ändern oder die Seitenstruktur umbauen. Was dabei auf dem Spiel steht, beschreiben wir im Artikel zum Website-Relaunch.
- Seiten löschen, die noch Traffic bringen.
- Ohne klare Ursache Backlinks entwerten (Disavow).
- Mehrere große Änderungen in derselben Woche. Dann weiß niemand, was gewirkt hat.
Was im ausgewerteten Shop umgesetzt wurde
- Es entstehen keine neuen Texte nach Vorlage mehr.
- Auf 508 Produktseiten wurden wiederholte Füllsätze gestrichen, nicht umformuliert. Produktname, URL, Titel und Bilder blieben unverändert. Die Texte wurden im Schnitt um 13 Prozent kürzer.
- Aus dem Google-Index genommen wurden 53 themenfremde Ratgeberartikel ohne Traffic.
- Die 20 meistgesuchten Ratgeberartikel wurden auf Grundlage offizieller Quellen neu geschrieben.
- In 48 Ratgeberartikeln kam ein Kasten mit der echten Adresse, Telefonnummer und den Öffnungszeiten des Ladengeschäfts hinzu.
Der Stand heute
Das ist noch offen. Bereinigte und unveränderte Produktseiten verloren in den ersten Tagen danach im gleichen Tempo weiter. Die neu geschriebenen Ratgeberartikel wurden dagegen nach wenigen Tagen wieder häufiger angezeigt, einer stieg von Position 33 auf Position 5. Das kann auch daran liegen, dass die Artikel frisch überarbeitet sind. Die kaufnahen Seiten haben sich noch nicht erholt. Nach den Messungen Mitte November ergänzen wir diesen Abschnitt.
Wie setzen Sie KI für Produktbeschreibungen sicher ein?
Auf KI müssen Sie nicht verzichten. Geben Sie ihr aber echte Produktinformationen statt einer Vorlage, die nur gefüllt werden soll.
- Erst die Fakten, dann der Text. Maße, Material, Einsatzbereich, Pflege, für wen das Produkt passt. Fehlen Angaben zum Produkt, darf die Beschreibung ruhig kurz bleiben. Füllsätze helfen dann niemandem.
- Keine Wortzahl vorgeben. Die Vorgabe „300 Wörter pro Produkt“ erzeugt Füllsätze.
- Keine Textbausteine auf jeder Seite. Versand, Rückgabe und Informationen über den Shop gehören auf eine eigene Seite oder in den Footer, nicht in jede Produktbeschreibung.
- Keine Einheits-FAQ. Fragen gehören nur dorthin, wo Kunden sie zu genau diesem Produkt stellen.
- Titel, Meta-Beschreibung und Alt-Text mitlesen. Googles Leitfaden vom Oktober 2026 verlangt die Prüfung auch hier.
- Klein anfangen. 20 bis 30 Produkte umstellen, vier Wochen in der Search Console beobachten, dann ausweiten. Nicht den ganzen Shop in einer Woche.
- Wiederholungen zählen. Vor der Veröffentlichung prüfen, welcher Satz auf wie vielen Seiten steht. Ein Satz, der auf 50 Seiten steht, sagt weder Kunden noch Google etwas.
Ein Wort zu Tools, die KI-Texte „vermenschlichen“ sollen, oft Humanizer genannt. Sie tauschen meist Wörter gegen Synonyme und stellen Sätze um. Googles Spamrichtlinien führen automatische Umformungen wie das Ersetzen durch Synonyme ausdrücklich unter den Beispielen für Scaled Content Abuse auf. Ein umformulierter Text ohne neue Information bleibt derselbe Text.
Wie unterstützt Sie MAKK Digital dabei?
Nach einem Einbruch ist der teuerste Fehler, ohne Diagnose einzugreifen. Vor einer großen Umstellung ist es genauso teuer, ohne Messung zu starten. In beiden Fällen nehmen wir Ihnen diese Arbeit ab:
- Diagnose: Anhand Ihrer Daten aus Search Console und Analytics klären wir, ob der Einbruch auf Saison, Technik, KI-Übersichten oder eine websiteweite Neubewertung zurückgeht.
- Vorlagen-Check: Wir zählen, welche Sätze auf wie vielen Seiten stehen und wie viel Ihres Textes Füllmaterial ist.
- Bereinigungsplan: Wir legen Seite für Seite fest, was gestrichen wird, was bleibt und was aus dem Index geht. Umgesetzt wird, ohne URLs und Titel anzutasten.
- Produkttexte: Wir schreiben Produkt- und Kategorietexte auf Basis einer Keyword-Recherche, mit den Fakten des jeweiligen Produkts. Auf Wunsch auf Deutsch, Englisch und Türkisch.
- Monitoring: Wir messen die Wirkung regelmäßig in Search Console und Analytics und berichten Ihnen in verständlichen Worten.
Mehr zur Leistung finden Sie auf unserer Seite SEO und Online-Marketing. Steht auch ein neuer Shop an, lesen Sie weiter unter Webdesign und Onlineshop. Ist Ihr Traffic eingebrochen oder planen Sie eine Umstellung auf KI-Texte, schreiben Sie uns. Wie Sie neben Google auch in KI-Antworten dastehen, zeigt unser kostenloser KI-Sichtbarkeitscheck.
Wo liegen die Grenzen dieser Auswertung?
Es sind die Daten eines einzelnen Shops, und ein Einzelfall ist keine Regel. Eine Bestätigung von Google gibt es für solche Fälle nicht. Was wir hier beschreiben, ist die Erklärung, die die Daten am stärksten stützen, kein bewiesener Zusammenhang. Massenänderung und Einbruch fallen zeitlich zusammen, doch im selben Zeitraum kann Google weitere, nicht angekündigte Änderungen ausgerollt haben. Ob sich der Shop erholt, lässt sich noch nicht sagen. Die Zahlen stammen aus der Google Search Console und aus Google Analytics, Stand 28. Oktober 2026. Nach den Messungen im November 2026 aktualisieren wir den Artikel.
Häufige Fragen
Google sagt nicht, dass es prüft, ob ein Mensch oder eine KI einen Text geschrieben hat. Maßstab ist laut den Spamrichtlinien der Nutzen, unabhängig davon, wie ein Inhalt entstanden ist. Wiederkehrende Muster auf Hunderten Seiten sind für automatische Systeme aber sichtbar. Im ausgewerteten Shop entfiel rund ein Drittel der Wörter in den Produkttexten auf Sätze, die wortgleich auf drei oder mehr Seiten standen. Das Risiko liegt in dieser Wiederholung.
Meist nicht im klassischen Sinn. Duplicate Content heißt in der Regel: derselbe Inhalt unter mehreren Adressen. Bei KI-Produkttexten ist jede Seite für sich eigenständig, aber Teile wiederholen sich, etwa Textbausteine, Einheits-FAQ oder derselbe Absatz über den Shop. Das fällt eher unter massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert. Ein Canonical-Tag hilft dagegen nicht, weniger Wiederholung und mehr Produktfakten schon.
Google nennt keine feste Dauer. Laut der Seite zu Spam-Updates kann sich eine Website erholen, wenn die automatischen Systeme über einen Zeitraum von Monaten lernen, dass sie die Richtlinien einhält. Eine Korrektur bringt den Traffic also nicht in derselben Woche zurück. Planen Sie nach einer Bereinigung einige Wochen ohne weitere große Änderungen ein und messen Sie getrennt nach Seitengruppen.
Eine manuelle Abstrafung meldet die Search Console, eine algorithmische zeigt sich nur im Verlauf von Klicks und Impressionen. Bei einer manuellen Maßnahme hat ein Google-Mitarbeiter Ihre Website geprüft, der Hinweis steht im Bericht „Manuelle Maßnahmen“. Bei einer algorithmischen Abwertung kommt keine Nachricht, Ihre Seiten erscheinen einfach weiter unten. Die meisten Einbrüche gehören zu dieser zweiten Art. Im ausgewerteten Shop gab es keine manuelle Maßnahme.
Einen ersten Hinweis gibt der Leistungsbericht der Search Console. Das Update lief vom 24. September bis zum 8. Oktober 2026. Prüfen Sie in den Tageswerten, ob Klicks und Impressionen in diesem Zeitraum oder kurz danach deutlich gefallen sind. Verlieren alle Seitentypen im gleichen Verhältnis und sinkt die Position, spricht vieles für eine websiteweite Neubewertung. Einen Beweis liefert das nicht, Google bestätigt keine Einzelfälle.
Es kommt vor allem auf den Umfang an. Bei einigen Dutzend Produkten mit klaren Daten schaffen Sie das oft selbst, mit KI als Hilfe und eigener Prüfung. Professionelle Unterstützung lohnt sich bei Hunderten Produkten oder Texten in mehreren Sprachen, erst recht, wenn Ihr Traffic nach einer Umstellung schon eingebrochen ist. Dann gehören auch Keyword-Recherche, Texte ohne Bausteine und ein Vorgehen in Etappen dazu.
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